von der Insel zurück auf die Insel

Mull gefällt uns hervorragend – bis auf die Tatsache, dass wir auf der ganzen Insel nur spärliches Internet haben und das Netz auch nicht einmal für einen Anruf ausreicht. Da wir mit Daheim in Verbindung bleiben wollten, ist das ein großer Wermutstropfen.

Da es hier an der Calgary Bay keinen Empfang gibt – auch nicht auf den Hügeln anbei – fuhren wir schweren Herzens weiter. Weiter auf der Ringstraße bis zurück nach Salen. Den hübschen kleinen Wasserfall auf der Strecke passierten wir so schnell, dass wir leider nicht mehr halten konnten. Da Merle grad eh schlief, war das nicht allzu dramatisch. In Salen konnten wir einigermaßen gut nach Hause telefonieren und hören, ob dort alles okay war.


Calgary Beach   

Auch nach dem Telefonat wußten wir nicht, ob wir lieber nach Hause fahren oder die Reise fortsetzen sollten. Auch hier wählten wir als kleinsten gemeinsamen Nenner den Mittelweg: Runter von der Isle of Mull und dann weitersehen. Wir sagten daher „good bye“ zu den anderen sagenhaften Traumstränden von Mull, die wir nun alle nicht richtig kennengelernt, besandburgt und beschwommen haben und fuhren zurück zum Fährterminal. Auf einen nächsten Traumjahrhundertsommer mit uns!


Calgary Beach

Die Fähre legte grad an. Wir kauften eine Fahrkarte, stellten uns in die Reihe und das Boarding begann. Nachdem der LKW vor uns auf die Fähre gefahren ist, kam der Platzwart und sagte: Sorry, full! Mal wieder legte eine Fähre ohne uns ab, was Merle wie beim ersten Mal in Le Havre zu einer Heulboje werden ließ.


Isle of Mull coastal drive

Nach meiner sandstrandliebegefärbten Meinung war das der Fingerzeig, die Insel besser noch nicht zu verlassen. Aber wenn man schon mal als erster in der Reihe steht, bleibt man auch da. Wir verbrachten zwei schöne Stunden im Außenbereich eines kleinen Cafés und im Charityladen, wo wir für Merle ein Kleid und ein Shirt fanden und sie davon abhalten mußten, alle möglichen hochhackigen rosa Schuhe anzuprobieren.


Bye bye Ferry

Die anschließende 45-minütige Überfahrt versuchte ich, einen Campingplatz mit Sandstand in der Nähe von Oban zu finden. Leider Fehlanzeige. Auch Park4Night kannte keine Stellplätze mit Strand in der Nähe. Einen 2 Sunden entfernen Platz rief ich sicherheitshalber an. Dort erklärte man mir, dass erst wieder Mitte August ein freier Platz zu haben wäre. Kann ich gut nachvollziehen.


Oban Bay

Also fuhren wir zum Campingpark 2 Meilen südlich von Oban. Der liegt immerhin fast direkt am Meer. Da er natürlich nicht mit der letzten Nacht mithalten kann, sind wir etwas enttäuscht. Der Platz selber ist riesig und gepflegt. Leider besteht der Kinderspielplatz erneut nur aus einem „Swing Park“ – auf 4 Schaukeln und sonst nix. Wir spazieren kurz zum Meer und entdecken (bei Ebbe) eine kleine steinige Bucht, in der Kinder im Neoprenanzug in das felsige Meer springen. Ansonsten gibt es hier einen Steg zum angeln und booten.

Wir erwanderten einen kleinen Kamm und machten eine kleine Waldrunde. Ansonsten lebt der Platz von der Nähe zum trubeligen Ort Oban und den Fähren.


Oban Bay

Wie gestern schon grillen wir bei strahlendem Sonnenschein in den Abendstunden vor dem Bus und wundern uns immer wieder über die andersartige Beschaffenheit und Fleisch und Wurst hier auf der Insel. Mein Fazit: Ich bleib bei Grillkäse und den Würstchen > 80 % Fleisch (ohne Separatorenfleisch), die ich so lange pieksen kann, bis das ganze viele Fett herausgetropft ist. Und ja, da bin ich verwöhnt!

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