The long way up to princess beach

Tag 5: Rödvika Beach Prestsand (Eidsvoll) – Rauöra Beach (Oppdal)

Obwohl unser Bus in der Nacht von 5 Schafen als Salz-Leckstein genutzt worden ist, schliefen wir relativ friedlich. Am Morgen sahen wir 3 Schafe direkt am Strand liegen, wahrscheinlich waren sie sehr durstig. Na wie das wohl kommen mag..

Im strahlenden Sonnenschein frühstückten wir uns fuhren weiter nach Norden die E6 entlang. Wir machten mehrer Pausen, kauften im Peer-Gynt-Center ein, aßen unser erstes norwegisches „Roggen-Vollkornbrot“ und ließen Merle auf dem Spielplatz spielen.

Es war so warm, dass ich etwas gesagt habe, von dem ich nie dachte, dass ich es mal in Norwegen sagen würde: „Mir ist in der Sonne zu warm, lasst uns in den Schatten gehen.“

Gevatter Zufall spielte mir „Rauöra Beach“ als Ziel für den Abend zu. Die Riviera in den Bergen Norwegens mit dem Hinweis: bei schönem Wetter oft überfüllt.

Wir ließen es drauf ankommen. Wir zahlten 70 Kronen für die Privatstraße, um an den Strand zu gelangen. Der Parkplatz war voll und siehe da, direkt vor uns machte jemand seinen Parkplatz für uns frei. Danke liebes Universum für dieses Glück!

Wir diskutierten noch über das „Campen verboten“-Schild und einigten uns darauf, dass wir nicht mehr oder weniger campen als jedes andere Auto auf dem Parkplatz auch, da wir keinerlei Campingverhalten (Stühle raus, Markise raus, Grill raus etc.) zeigen.

Dann gingen wir die 2 Minuten zum wunderschönen weißen Strand. Für norwegische Verhältnisse war er voll und wir sahen mehrere Dutzend Zelte, sogar Hauszelte, Menschen aller Couleur, die in Hängematten übernachteten und vieles mehr. Die Menschen hier sind an das Freiluftleben bei schönem Wetter gewöhnt, schätze ich. Es wurde gegrillt, jeder hatte Plastiktüten dabei, Dosenbier und anderes. Doch eines sah man hier nicht: Müll auf dem Strand! Das kennen wir leider aus Deutschland anders und wir fragen uns: waren wir Deutschen da schon immer pfui oder wo genau sind wir falsch abgebogen?

Wir verbrachten einen herrlichen Nachmittag am Strand. Das Wasser des Sees kommt aus den Bergen. Und auf diesen liegt auch jetzt im Juli noch etwas Schnee. Natürlich gingen wir trotzdem auch in den See hinein. KALT! Nun kann uns kein Virus der Welt mehr etwas anhaben! Wir sind abgehärtet.

Der Sand des Strandes ist ebenfalls besonders. Er besteht aus Glitzer. Wir tippen auf Glimmerschiefer. Das bedeutet, dass wir und all unsere Sachen noch sehr lange in der Sonne glitzerten, als wären wir die Vampire aus „Twilight“. Merle fühlte sich wie eine Prinzessin und ein Einhorn gleichzeitig. Wie sammelten auch viele glitzernde Steine ein, um sie bei Bedarf bei schlechtem Wetter bemalen zu können.

Um etwa 21 Uhr bemerkten wir, das es schon SO spät war und versuchten, die übermüdete „ich-bin-gar-nicht-müde“ vom Strand ins Bett zu bekommen. Das war nicht ganz einfach.

Anschließend saßen wir einfach nur da uns waren dankbar, dass wir an diesem Ort heute sein durften. Einfach schön.

Eure Nicole

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