Tag 6 von der Meuse an die Marne

Auch der Mittwoch präsentierte sich mit stolzen Temperaturen und durchgehenden Sonnenschein. Philippe erzählte uns vom berühmten Lac de Der in unmittelbarer Nähe. Also auf ins nächste Departement Haute Marne an den keine 20 km entfernten See. Direkt am kristallklaren, flachen und warmen Nordstrand gibt es eine kostenfreie Entsorgungsmöglichkeit für Wohnmobile und einen kostenfreien Stellplatz. Dieser war allerdings schon komplett bevölkert, so dass wir auf den normalen Parkplatz daneben ausweichen mussten.


Am Lac du Der

Wir verlebten einen herrlichen Urlaubstag auf dem Spielplatz am Strand, im Wasser und an der Eisbude. Merle war am Mittag so fix und alle, dass wir locker zwei Stunden weiter fahren konnten, während sie schlief. Der Strand und der Stellplatz ist zu empfehlen.

Weiter ging es nach Reims, wo wir in einem riesigen Carrefour einkaufen waren. Reims selber fanden wir so erschreckend voll und nicht sehr schön, so dass wir rasch weiterfuhren. Unser Ziel heute ist der 650-Seelen-Ort Crugny im Departement Marne und dort das Champagnergut von Patrick Fournaise-Dubois.

Patrick ist unser erster Gastgeber, der ausschließlich französisch spricht und der Besuch lehrte uns viele neue und altbekannte Vokabeln. Er erklärte uns während der Champagner-Degustation (ich weiß, das ist nicht das richtige Wort, aber das andere habe ich nicht mehr parat) viel über die Champagne, die Trauben, die Kunden und seine verschiedenen Sorten. Wenn wir gar nicht mehr weiter kamen, rief er seine Tochter an, eine Lehrerin in Reims, mit der wir dann die fehlenden Puzzleteile auf Englisch beratschlagten.


Unser Stellplatz bei Familie Fournaise-Dubios in der Champagne

Wir waren erst seine dritten Gäste überhaupt und die ersten, mit denen er nicht französisch sprechen konnte. Das war auch für ihn neu und lehrreich. Er wird jetzt seine Informationsbroschüren auf Englisch übersetzen lassen. Der Stellplatz war in seinem riesigen Garten, sein Haus ein ehemaliges kleines Kastell. Der Garten verfügte über Sitzgelegenheiten, einen eigenen Spielplatz und einen riesigen Pool – und wir durften alles nutzen. Das war ein unglaublicher Glücksgriff für uns bei dem tollen Wetter. Damit hatten wir nicht gerechnet, denn in dem Angebot bei France Passion war kein Foto abgebildet. Daher dachten wir, das muss wohl sehr hässlich dort sein. Aber mitnichten! Es gab nur kein Foto, weil der Stellplatz erst nach Druckschluss, nämlich vor einem Monat erst fertig geworden ist.


Unser Stellplatz bei Familie Fournaise-Dubios in der Champagne
Wir kauften am nächsten Morgen noch eine Flasche Champagner für Christians und Merles Geburtstage im Juli. Man gönnt sich ja sonst nichts. Langsam merken wir, dass das Konzept des „kostenfrei Übernachtens“ mit France Passion für uns nicht so ganz aufgeht, da wir die Produkte unserer Gastgeber nur allzu gern mitnehmen. Natürlich haben wir einen Mehrwert dafür, aber ganz kostenneutral wie erhofft wird dieser Urlaub nicht, wenn wir so weiter machen.

Frage des Tages: Wir sind nicht die „typischen Urlauber“, die die Champagne sonst hat, oder?

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