Norwegen 2011 – Tag 8

16.07.2011 – Mjölfjell – Balestrand – Florö

In Bedrängnis

Der Tag startet so, wie dere vorherige geendet ist: super! Ein tolle Frühstücksbuffett wartet auf die gefällige Beachtung, und das Wetter zeigt sich nach einem heftigen Schauer am frühen Morgen von seiner besten Seite.

Wir legen

unsere Motorräder trocken und rödeln unser Zeugs auf. Mittlerweile haben wir darin richtig Übung und es kann schon nach kurzer Zeit losgehen.

Mit ein wenig Wehmut verlassen wir diesen gastlichen Ort aber wir freuen uns jedoch auf das was neues vor uns liegt.

Mountainlodge

(…Mountainlodge…)

Wir müssen die gleiche Strecke wieder zurück, da das Hostel am Ende einer Straße liegt. Wie anders die Strecke wirkt, wenn die Sonne scheint und die Natur sich von ihrer frischen und schönen Seite zeigt.

Wir tuckern so vor uns hin, als ich um eine Ecke biege und plötzlich ein Minibus mit Raftingbooten vor mir steht! Ich kann gerade noch gut abbremsen, jedoch verliere ich auf der abschüssigen Straße den Halt und falle mitsamt meinem Bike in den Graben. Super!

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Nach einem kleinen Funktionscheck an mir selbst habe ich alles für O.K. befunden und mich dann um mein Bike gekümmert. Das lag kopfüber im Matsch (natürlich…) und es ist unmöglich das allein dort wieder rauszubekommen. Macht ja nix, denke ich, es gibt ja noch einen Bus voller Unfallverursacher… 😉 Da sitzen 7 Kerle im Bus, und nicht einer bequemt sich mal raus?! Unglaublich!

Ich beschließe. das es wohl am Schock lag, das erst nach Aufforderung einige Recken herbeigeeilt kamen um mir aus meiner Lage zu helfen. Mit vereinten Kräften haben wir das Motorrad geborgen, und ich konnte mit die Schäden ansehen – nachdem ich ein gutes Stück Norwegen in Form von Matsch entfernt habe.

[flv:https://cloudbox.christianrusche.de/blogdata/norwegen2011/cr_t8_unfall.flv 480 368]

Gottlob ist weiter nichts defekt, nur die Tourenscheibe hats zerbröselt und eine Halterung ist verbogen. Ärgerlich, kann ich jetzt aber nicht ändern und tut dem Urlaub sicher keinen Abbruch. Ich besorge mir im nächsten Ort eine Rolle Duck-Tape (weiss eigentlich jemand, warum das „Entenband“ heißt?!) und klebe die Scheibe wieder fachmännisch zusammen… 🙂

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Wir setzen unsere Tagesetappe nach einem Riesen Anti-Schock-Eis fort und erleben noch eine Wunderschöne Landschaft, die sich uns bei feinstem Wetter von der besten Seite zeigt.

Unterwegs müssen wir eine Fähre nehmen – und hier zeigt sich die Tücke im Detail… Wir dachten, es ist eine Fähre, die 3 Stationen anfährt. In der Tat sind es aber 3 Fähren die 3 Stationen anfahren. Nun ja, bei einer Chance von 1:3 haben wir daneben gegriffen und landen an einem Ufer, zu dem wir eigentlich gar nicht wollten…

[flv:https://cloudbox.christianrusche.de/blogdata/norwegen2011/ni_t8_faehre.flv 480 368]

Netterweise lässt uns aber die nette Kassiererin nachdem wir ihr die Situation erklärt haben die richtige Fähre kostenlos benutzen und so können wir nach einer kleinen Wartezeit mit einer anderen Fähre das richtige Ufer erreichen. Für irgendwas ist ja alles irgendwie gut: ich treffe 2 nette CIMG2108Italiener, die auf der Rückreise vom Nordkap nach Italien sind und auf dieser Fahrt schon 7000km zurückgelegt haben. Er ist ein wenig neidisch auf meine AT, da sich bei seiner GS so nach und nach die Elektronik verabschiedet. Typisch BMW halt… 😉 Da bin ich froh, das bei mir fast alles mechanisch funktioniert. Böswillige Zungen behaupten, das sogar mein Hirn noch nach diesem Prinzip arbeiten würde. Unverschämtheit!

 

Nach einer anstrengenden und langen Fahrt erreichen wir unser Tagesziel Florö. Eine trostlos wirkende Kleinstadt, die ihre besten Tage hinter sich zu haben scheint. Alles erinnert irgendwie an eine etwas heruntergekommene Hafenstadt in England. Unser Hostel fügt sich da nahtlos ein, aber wir trösten uns mit dem Gedanken, das es ja nur für eine Nacht ist.CIMG2114

Ich fülle Unterwegs noch meine Trinkwasserreserven an einem Gletscherbach auf und freue mich erneut über das tolle kostenlose Wasser, das mir hier an allen Ecken unterwegs geboten wird. Mitunter ist es aber schon ein wenig schwierig, eine geeignete Stelle zum Befüllen der Flasche zu finden. Da kann es mir auch passieren, dass ich schon mal mit den Knöcheln im Matsch lande. Gute Motorradstiefel müssen das abhaben können… 🙂

Erkenntnis des Tages: Regen und Sonnenschein können sehr nah zusammen liegen!

 

 

[flv:https://cloudbox.christianrusche.de/blogdata/norwegen2011/cr_t8_vorbeifahrt.flv 480 368]

…keep on riding!

8 Kommentare zu “Norwegen 2011 – Tag 8

  1. elke

    Hi, finde Euren Reisebericht toll und spannend erzählt.Freue mich auf die nächsten Tage,
    macht weiter so und allzeit gute Fahrt.
    Elke aus NRW.

  2. DR

    Hallo Christian, sag mal, wie regelt Ihr das denn mit dem regelmäßigen Posten dort oben? Täglich INet-Cafe? Fröhliches Weitergondeln… 😉 PS: Könnte Euch evtl. meine URL behilflich sein? (Tipp: 3D im Browser, Druckmodus)

    1. christian Autor des Beitrags

      Bisher hatten wir das Glück, da in jedem Hostel in dem wir übernachtet haben Internet verfügbar war… Meinst du mit URL den Motoplaner? Der ist natürlich schon „Legende“ und ich nehme den gerne mit in meine Blogroll auf…

    1. christian Autor des Beitrags

      …und schon wieder was gelernt! 🙂 Danke für den Hinweis, ich habe mich am Laden mit „Gaffa-Tape“ verständlich machen können…

    1. christian Autor des Beitrags

      Nein, du hast nichts übersehen. Ich kenne das bisher gar nicht, die Idee finde ich gut. Danke für den Hinweis, ich versuche mich damit mal in den kommenden Tagen zu beschäftigen…

    2. christian Autor des Beitrags

      Hey!

      …sollte jetzt gehen? Oder hast du evt. noch einen Tip für mich was ich besser machen kann?

      VG

      Christian

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