Lofoten oder eher No-Foten?

Tag 21: Uttakleiv (Lofoten, Vestvagöy) – Saltstraumen

Ich hatte in der Nacht kaum ein Auge zugemacht. Die Nacht war stürmisch, der Wagen wackelte unentwegt in den Böen. Ich wurde mehrfach wach und dachte: Ach deswegen sollten die Wohnmobile 4 Meter Abstand voneinander halten: Damit es keinen Dominoeffekt gibt, wenn einer umfällt. Der Wagen, der direkt als erster im Wind stand, fuhr noch mitten in der Nacht an einen anderen Ort. Erst mit Beginn des ablaufenden Wassers am frühen Morgen legte sich der Wind etwas.

Es war auch am Morgen weiterhin stürmisch, regnerisch und kalt mit einer herausragend schönen Brandung. Wir überlegten und waren uns schnell einig, dass wir die Lofoten heute wieder verlassen werden. Ausschlaggebend dafür waren zwei Gründe:

Zum einen scheinen die Lofoten uns in diesem Urlaub nur mit kaltem Regen und Wolken und Sturm zu beglücken, denn auch die Vorhersage für die kommenden 7 Tage war ähnlich (die Fotos hier sind von gestern, die von heute möchte sicher keiner sehen…).

Zum anderen fahren wir hier fast nur anderen Wohnmobilen hinterher und treffen sogar den einen oder anderen Mit-Übernachter wieder. Das ist für uns zu voll, zu touristisch und nicht die Art Urlaub, die wir möchten.

Daher fuhren wir im Regen bis nach Moskenes, genossen das Panorama soweit die Wolken uns ließen und freuten uns, noch einmal wiederkommen zu müssen. Vielleicht einmal im Winter?

Die Fähre fuhr 3,5 Stunden und wir verließen die Inseln mit Sonne, Regen und einem dopellten Regenbogen. Ein Zeichen! Wir scheinen absolut das Richtige zu tun!

Auf dem Schiff waren wir die einzigen, die es über 3 Stunden in der Kälte draußen ausgehalten haben, um nicht in der überfüllten Kabine mit der Luftumwälzung sitzen zu müssen. Anschließend war uns sowas von kalt, da musste später ein Campingplatz mit heißer Dusche her!

Nach 3,5 Stunden rumgehampel aus Langeweile kamen wir in Bodö an und fuhren kurz weiter bis zum Saltstraumen. Unsere Idee war, den zweiten Campingplatz hier einmal vergleichsweise auszuprobieren.

Daher gibt es für Interessierte hier meinen direkten subjenktiven Vergleich der Campingplätze Elvegard und Pluscamp Saltstraumen:

Elvegard Pluscamp Saltstraumen
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Südseite Nordseite
Straumt viel Straumt noch mehr
Rasenplatz, Gefälle Kiesplatz, gerade
Aussicht gut Aussicht auf die Schule
1 km bis zum Straumen 750 m bis zum Straumen
380 NOK (3 Pers) 310 NOK (3 Pers)
Strom inklusive Strom kommt noch hinzu
Duschen inklusive Duschen inklusive
familiäre Rezeption freundliche, singende Rezeption
spricht englisch spricht deutsch
Sanitär gut & rusikal Sanitär neu
Duschen riesig Duschen riesig
— Familiendusche
Spielplatz alt aber ok Spielplatz alt aber ok
Kiosk vorhanden Kiosk vorhanden
Zugang zum Fjord (Angeln) —
auf dem Bauernhof im Ort
750m zum Laden über die Brücke zum Laden
E6 nicht hörbar E6 hörbar
-> mit Charme, teuer -> praktisch, teuer

Nach einer grandios heißen Dusche war für uns der Abend auch rasch zu Ende. Diesmal würden wir ruhig und beschaulich schlafen.

Eure Nicole

2 Kommentare zu “Lofoten oder eher No-Foten?

  1. Miriam Vogel

    Hallo ihr Lieben. Ich schicke mal schöne Grüße aus der Heimat. Hier hat tatsächlich die Schule wieder angefangen. Die erste Erkältung hat uns auch schon wieder fest im Griff.
    Deshalb hatte ich heute Zeit den Reisebericht zu lesen. Herrlich – auch die Fotos! Ich warte schon darauf wie es weiter geht Viel Spaß und Erholung wünsche ich euch! Miri

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